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Die lange Tradition des Bädertourismus

Die Mineralquellen von Scuol und Tarasp locken bereits seit Jahrhunderten Gäste ins Unterengadin. Schon 1369 wurden die Mineralquellen und ihre Heilkraft erstmals schriftlich erwähnt.

Die Hochblüte erreichte der Bädertourismus im Unterengadin in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Zeit von 1864 bis 1915 wurden die meisten Hotels in Scuol und Umgebung gebaut. Kuranlagen, Trinkhallen und Trinkpavillons, Badehäuser und neue Mineralwasserfassungen entstanden. Die rund 150-jährige Trinkhalle Tarasp oder das Hotel Scuol Palace vermitteln noch heute einen Eindruck der damaligen Bäderkultur.

Ein gesellschaftliches Ereignis

Vor rund hundert Jahren war Scuol – damals noch Schuls genannt – als «Die Badekönigin der Alpen» bekannt.Berühmte Ärzte machten den Kurort durch ihre wissenschaftlichen Publikationen im Ausland bekannt. Die Erwähnung der Mineralquellen von Schuls-Tarasp-Vulpera fehlte in keinem Lehrbuch der Medizin. Viele Touristen reisten von weither an und kamen jedes Jahr wieder – nicht nur aus gesundheitlichen, sondern vor allem auch aus gesellschaftlichen Gründen. Gemeinsames Baden, Essen, Tanzen, Sport und nicht zuletzt Geschäfte machen, standen auf dem Programm. Mitglieder von Adelsfamilien aus ganz Europa, Industrielle, Künstler und bekannte Politiker reisten nach Schuls-Tarasp zur Kur. Sie blieben oftmals den ganzen Sommer über im Unterengadin.

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Der Ursprung des heutigen Bogn Engiadina Scuol

Im Dorfzentrum von Scuol wurde 1878 das Badehaus mit zwanzig Badekabinen errichtet. Dabei handelte es sich um Kabinen, in welchen jeweils eine Holzbadewanne stand. Für die Bäder wurden die Mineralwasserquellen Sotsass und Vi direkt mit dem Badehaus verbunden. Die Anzahl der Badekabinen wurde bis 1948 kontinuierlich erhöht. Mit der Einführung der Wintersaison in den Fünfziger-Jahren wurde 1956 das Badehaus für den Winterbetrieb eingerichtet. Ab diesem Zeitpunkt gab es Angebote wie Fango, Bäder, Massagen und Trinkkuren.

Im Jahr 1985 setzte der Gemeinderat von Scuol eine Kommission namens «Center da cura» sowie verschiedene Arbeitsgruppen ein. Ziel war ein zeitgemässes, neues Badehaus zu errichten. 1988 hiess die Bevölkerung den Kredit für die Realisierung des neuen Badezentrums gut. Das Bogn Engiadina Scuol (BES) wurde in einer Bauzeit von gut drei Jahren erbaut. Am 1. März 1993 wurde es feierlich eröffnet. Das Bad war eines der modernsten der Alpen. Als erstes Erlebnisbad in der Schweiz konnte es ein Römisch-Irisches Bad anbieten.

Das neue Bade- und Wellnesszentrum mit Therapieangeboten entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für das Unterengadin. Es verhalf Scuol zu einem modernen Bädertourismus, welcher die bestehenden touristischen Angebote bestens ergänzt und aufwertet. Das BES ist mit rund hundert Arbeitsplätzen einer der grössten Arbeitgeber der Region. Die Investition von über 50 Mio. Franken in das BES war zwar ein mutiger Entscheid für eine 2000-Seelen-Gemeinde. Aus volkswirtschaftlicher Sicht hat sich dieser Entscheid aber gelohnt.

FUNDAZIUN PRO AUA MINERALA
MINERALWASSER-STIFTUNG

Die Stiftung bezweckt die Erhaltung und Förderung der Mineralwasserquellen und deren Umgebung im Einzugsbereich des (geologischen) Unterengadiner Fensters. Zudem sollen die Kenntnisse über diese Quellen sowie deren Geschichte gefördert und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

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